Horseshoe Las Vegas: Geschichte, Glanz und ein bisschen Geduld beim Check-in

Wer in Las Vegas nach einem Hotel mit unschlagbarer Lage sucht, ohne dafür ein Vermögen auszugeben, landet früher oder später beim Horseshoe. Das Hotel steht genau dort, wo man sein will: mitten auf dem Strip, mit dem Hotel Bellagio auf der gegenüberliegenden Seite und dem Hotel Paris nebenan. Was dahinter steckt, an Geschichte, an Charme und an Eigenheiten, schauen wir uns heute genauer an.

Von MGM bis Horseshoe: eine bewegte Geschichte

Das Gebäude, in dem heute das Horseshoe steht, hat mehr Wandlungen hinter sich als die meisten Hotels in Las Vegas. Es begann 1973 als MGM Grand Hotel, damals eines der größten Hotels der Welt mit über 2.100 Zimmern auf 26 Stockwerken. Gebaut hat es Kirk Kerkorian, einer der großen Pioniere von Las Vegas, dem damals auch das Filmstudio MGM gehörte. Den Namen wählte er nach dem MGM-Filmklassiker „Grand Hotel“ aus dem Jahr 1932. Nicht zu verwechseln mit dem heutigen Hotel MGM Grand am Südende des Strips, das erst 1993 eröffnet wurde und ein völlig eigenständiges Hotel ist. Das ursprüngliche MGM Grand zog an einen neuen Standort und das alte Gebäude blieb zurück.

Das Gebäude hat eine dunkle Seite seiner Geschichte, die man kennen sollte: Am 21. November 1980 brach im MGM Grand ein verheerender Brand aus, einer der schlimmsten Hotelbrände in der Geschichte der USA. 85 Menschen verloren ihr Leben, die meisten von ihnen durch Rauch in den Treppenhäusern der oberen Stockwerke. Das Feuer führte zu grundlegenden Veränderungen in der Hotelsicherheit nicht nur in Las Vegas, sondern im gesamten Land. Neue Sprinkleranlagen, Brandschutzvorschriften und Evakuierungspläne wurden danach landesweit eingeführt. Bis heute hält sich deshalb unter manchen Gästen der Ruf, es spuke im Hotel.

Ein kleiner Fun Fact für Filmfans: Im Film Rocky IV aus dem Jahr 1985 findet der berühmte Showkampf zwischen Apollo Creed und Ivan Drago im MGM Grand statt, also genau in diesem Gebäude.

1986 kaufte das Unternehmen Bally’s das Hotel und gab ihm seinen neuen Namen: Bally’s Las Vegas. Unter diesem Namen betrieb es das Hotel bis 2022, als der aktuelle Eigentümer Caesars Entertainment eine umfassende Renovierung und Umbenennung vornahm. Das Casino wurde komplett neu gestaltet, neue Teppiche mit goldenen Hufeisen verlegt, die Beleuchtung modernisiert. Die Hotelzimmer hingegen blieben weitgehend unverändert, sie stammen noch aus der Bally’s-Ära.

Der Name Horseshoe und die World Series of Poker

Der Name Horseshoe ist kein Zufall, er ist eine bewusste Hommage an eines der legendärsten Casinos in der Geschichte von Las Vegas. Das Original-Horseshoe war das Binion’s Horseshoe Casino in der Downtown, gegründet 1951 von dem texanischen Glücksspieler Benny Binion. Es war kein Strip-Hotel, sondern ein raues, bodenständiges Casino auf der Fremont Street, und es wurde zur Geburtsstätte der World Series of Poker.

Die World Series of Poker, kurz WSOP, ist das größte und traditionsreichste Pokerturnier der Welt. Benny Binion veranstaltete das erste Turnier 1970 in seinem Horseshoe Casino Downtown, damals noch eine kleine Einladungsrunde mit sieben Spielern. Über die Jahrzehnte wuchs die WSOP zu einem Weltphänomen. Von 1970 bis 2004 fand sie ausschließlich im Binion’s Horseshoe Downtown statt. Als das Turnier zu groß wurde, zog es 2005 ins Rio All-Suite Hotel außerhalb des Strips um, wo es bis 2021 blieb.

2022 kam dann die große Rückkehr: Caesars Entertainment holte die WSOP auf den Las Vegas Strip, ins frisch umbenannte Horseshoe Las Vegas und das benachbarte Hotel Paris. Seither findet das größte Pokerturnier der Welt genau hier statt, jeden Sommer, mit tausenden Spielern aus aller Welt. Der Name Horseshoe trägt also echtes Gewicht, er verbindet ein renoviertes Strip-Hotel mit über 50 Jahren Pokergeschichte. Jack Binion, Sohn von Gründer Benny Binion, nach dem das hauseigene Steakhouse benannt ist, war persönlich bei der Umbenennung dabei.

Die Lage: besser geht es kaum

Das Horseshoe liegt an der Ecke Las Vegas Boulevard und Flamingo Road, und das ist buchstäblich die Mitte des Strips. Gegenüber das Hotel Bellagio mit seinen berühmten Fontänen. Nebenan das Hotel Paris Las Vegas. Fußläufig erreichbar sind das Hotel Cosmopolitan, das Hotel Caesars Palace, das Hotel Cromwell und viele weitere. Wer kein Auto braucht und alles zu Fuß erkunden möchte, ist hier genau richtig.

Noch praktischer: Das Horseshoe hat eine eigene Monorail-Station direkt im Hotel. Damit kommt man bequem und günstig den Strip rauf und runter, ohne auf Uber oder Lyft angewiesen zu sein. Wer mit dem Bus vom Flughafen anreist, nimmt den CX Centennial Express, der hält direkt an der Ecke Flamingo Road und Las Vegas Boulevard, praktisch vor der Hoteltür, für nur 2 Dollar. Deutlich günstiger als Uber oder Lyft, die amerikanischen Fahrdienst-Apps die in Las Vegas allgegenwärtig sind.

Ein besonderer Vorteil, den viele nicht kennen: Das Horseshoe ist durch einen überdachten Innenweg direkt mit dem Hotel Paris verbunden. Das bedeutet, man kann bei Regen, Hitze oder Kälte trockenen Fußes zwischen beiden Hotels wechseln und hat damit Zugang zu den Restaurants, Bars und dem Pool von Paris. Ein echter Mehrwert, der das Horseshoe deutlich attraktiver macht als es auf den ersten Blick wirkt.

Und noch ein kleiner Geheimtipp: Vom Food Court im Untergeschoss führt eine Tür direkt hinaus auf die Flamingo Road. Von dort sind es zu Fuß nur rund fünf Minuten bis zum Ellis Island, einem kleinen Casino abseits des Strips, das für seine günstigen Preise bekannt ist.

Das Zimmer: groß, gemütlich, aber aus der Bally’s-Zeit

Wer die Zimmer im Horseshoe betritt, merkt schnell: Hier wurde seit der Bally’s-Ära nicht viel verändert. Die Tapeten sind die gleichen, das Farbschema in Rot und Braun ist identisch, die Möbel stammen aus der Zeit vor der Umbenennung. Das ist keine Kritik, es ist einfach die Realität. Wer ein frisch renoviertes, modernes Zimmer erwartet, könnte enttäuscht werden. Wer ein geräumiges Zimmer zu einem fairen Preis sucht, wird angenehm überrascht sein.

Die Standardzimmer sind mit rund 42 Quadratmetern (450 Quadratfuß) großzügig bemessen, größere Standardzimmer findet man auf dem Strip selten in dieser Preisklasse. Das Bett ist eher fest, die Kissen dafür angenehm. Der Kühlschrank ist leer und frei nutzbar, was in Las Vegas keine Selbstverständlichkeit ist. Die Nachttische haben Ladestationen mit USB-Anschlüssen, Steckdosen und zum Teil sogar kabellosem Laden fürs Handy. Bügeleisen und Haartrockner sind vorhanden, ein Safe ebenfalls. Ein großer Schreibtisch und zwei Sessel am Fenster machen das Zimmer auch für längere Aufenthalte angenehm.

Zwei Eigenheiten sollte man kennen: Eine Deckenleuchte gibt es nur im Eingangsbereich, wer abends ankommt, steht erst einmal im Dunkeln und muss die Lampen einzeln einschalten. Und die Klimaanlage lässt sich nur bis rund 20 Grad Celsius (68 Grad Fahrenheit) einstellen, wer nachts gerne kühl schläft, empfindet das Zimmer manchmal als etwas warm.

Das Badezimmer ist funktional, mit einer ebenerdigen Glasdusche ohne lästigen Duschvorhang. Die Toilette ist nicht abgetrennt, für zwei Personen ist das Bad also eher knapp. Insgesamt sind die Zimmer ordentlich, zeigen aber deutliche Gebrauchsspuren: Gäste berichten von abgestoßenen Waschtischen, sich lösender Tapete und Flecken hier und da. Eine Kaffeemaschine oder einen Wasserkocher sucht man vergebens, wer morgens Kaffee braucht, findet den Nosh-Kiosk in der Ecke des Casinos Richtung Hotel Paris oder den Kaffeestand hinter der Lobbybar. Beide sind allerdings teuer, für einen Latte und ein Frühstückssandwich ist man schnell bei 25 bis 30 Dollar.

Die Aussicht kann je nach Zimmer beeindruckend sein: Wer ein Zimmer mit Blick auf die Sphere bekommt, erlebt besonders abends ein spektakuläres Bild. Auch der Blick auf das Riesenrad High Roller ist beliebt und muss bei Buchung extra gewählt werden. Wer Glück hat, sieht sogar die Bellagio-Fontänen, wenn man sich ans Fenster stellt und in die richtige Richtung schaut.

Das Casino: überschaubar, aber mit Charakter

Das Casino des Horseshoe misst rund 6.350 Quadratmeter (68.000 Quadratfuß), es ist eines der kleineren Casinos auf dem Strip, was durchaus als Vorteil zu sehen ist. Es ist übersichtlich, im Grunde ein großes Rechteck, die Tischspiele liegen alle konzentriert in der Mitte, und man findet sich schnell zurecht. Der Teppich mit den goldenen Hufeisen ist mittlerweile zum Markenzeichen geworden. Auch spät in der Nacht ist hier noch viel los, die Stimmung ist lebendig.

Ein Punkt, den man ehrlich ansprechen muss: Das Casino gilt als eines der verrauchtesten am Strip. Wer empfindlich auf Zigarettenrauch reagiert, sollte das wissen, bevor er bucht.

Für Blackjack-Spieler und Tischspieler ist das Horseshoe besonders attraktiv: Die Mindesteinsätze gelten als niedrig im Vergleich zu den großen Nachbarn. Wer gerne spielt ohne ein Vermögen pro Stunde zu riskieren, ist hier gut aufgehoben. Dazu kommt der berühmte Poker Room, Austragungsort der World Series of Poker seit 2022 und Anlaufstelle für ernsthafte Pokerspieler aus aller Welt. Eine Keno-Lounge, die man am Strip kaum noch findet, und ein kleiner WSOP-Shop runden das Angebot ab.

Das Horseshoe ist eine Caesars-Rewards-Eigenschaft. Das Treueprogramm von Caesars gilt hier genauso wie im Hotel Caesars Palace, Hotel Paris, Hotel Flamingo, Hotel LINQ, Hotel Harrah’s, Hotel Cromwell und weiteren Caesars-Hotels am Strip. Wer die Caesars-Rewards-Karte bereits hat, kann Punkte direkt einsetzen.

Essen und Trinken: drinnen wenig, draußen umso mehr

Das gastronomische Angebot direkt im Horseshoe ist überschaubar. Das Flaggschiff ist Jack Binion’s Steakhouse, ein klassisches amerikanisches Steakhouse mit gehobener Atmosphäre, dunklen Holztischen und Lederpolstern. Das Endless-Prime-Rib-Angebot, bei dem man unbegrenzt Prime Rib essen kann, hat sich als Geheimtipp herumgesprochen. Direkt am Check-in liegt außerdem die Lobbybar, die mit ihrem Old-School-Charme an das Las Vegas vergangener Jahrzehnte erinnert.

Guy Fieri’s Flavortown Sports Kitchen ist die zweite Sitzrestaurant-Option im Hotel, ein lautstarkes, farbenfrohes Sportbar-Restaurant vom amerikanischen TV-Koch Guy Fieri. Unter der Woche gibt es dort immer wieder günstige Frühstücks- und Brunch-Angebote, die sich allerdings häufig ändern, daher lohnt vorher ein Blick auf die aktuelle Speisekarte. Der Food Court im Untergeschoss bietet die üblichen Fast-Food-Klassiker: Johnny Rockets, Nathan’s, Subway, Sbarro, Wing Zone und Auntie Anne’s. Praktisch für einen schnellen Happen, aber kein gastronomisches Erlebnis.

Das eigentliche kulinarische Herzstück liegt direkt vor der Hoteltür: die Grand Bazaar Shops. Dieser belebte Outdoor-Marktplatz bietet Dutzende von Restaurants, Bars und Imbissen. Besonders empfehlenswert ist das Istanbul Mediterranean, türkisch-mediterrane Küche, frisch zubereitet, mit regelmäßigen Warteschlangen als Qualitätsbeweis und auch spät in der Nacht noch geöffnet. Chilangos Tacos ist eine neuere Eröffnung und hat sich schnell einen guten Ruf erarbeitet. Ole Red, das mehrstöckige Country-Restaurant von Blake Shelton mit Live-Musik und Dachterrasse, ist abends ein geselliges Highlight. Und wer einfach günstig essen möchte: Dave’s Hot Chicken und Wallburgers sind ebenfalls vor Ort, dazu Giordano’s mit der berühmten Chicago-Pizza und Duck Donuts für den süßen Hunger zwischendurch.

Wer günstig Getränke und Snacks kaufen möchte: Ein großer CVS-Drogeriemarkt befindet sich direkt im Horseshoe-Gebäudekomplex an der Las Vegas Boulevard-Seite, rund um die Uhr geöffnet und deutlich günstiger als die Hotelbar. Noch bequemer sind die Getränkeautomaten auf den Hotelfluren direkt bei den Aufzügen, dort gibt es eine Flasche Wasser für rund 3 Dollar, deutlich günstiger als im kleinen Shop unten an den Aufzügen.

Pool, Spa und Unterhaltung

Der Blu Pool des Horseshoe hat eine Besonderheit, die ihn einzigartig macht: Er ist mit bis zu 3,6 Metern (12 Fuß) der tiefste Pool am gesamten Las Vegas Strip, und der einzige Strip-Pool mit einem echten Tiefbereich. Allerdings berichten Gäste, dass genau dieser Tiefbereich häufig gesperrt ist und man auf den flacheren Teil mit Rettungsschwimmern ausweichen soll. Die Poolanlage ist großzügig, mit Liegestühlen, Cabanas, einem Kinderbecken und einer Poolbar, wirkt aber eher schlicht und ist kein Ort für eine große Poolparty. Die Drinks am Pool sind teuer. Die Saison läuft meist vom Frühjahr bis in den Herbst, die genauen Öffnungszeiten am besten vor der Reise prüfen. Ein echter Vorteil: Horseshoe-Gäste dürfen kostenlos auch den Pool des Hotel Paris nutzen, und umgekehrt.

Einen eigenen Spa hat das Horseshoe nicht. Wer eine Massage oder Wellness-Behandlung sucht, kann den Voie Spa & Salon im direkt verbundenen Hotel Paris nutzen, über den Innenweg sind es nur wenige Minuten. Das Fitnesscenter im Horseshoe ist solide ausgestattet mit Laufbändern, Ellipsentrainern und Gewichten, ausreichend für einen anständigen Workout während des Urlaubs.

Im Untergeschoss des Hotels steckt mehr als viele ahnen. Das Cabinet of Curiosities ist eine stimmungsvolle Bar mit Kuriositäten aus aller Welt, jedes Objekt mit einer Geschichte, die man per QR-Code abrufen kann. Dahinter verbirgt sich The Lock, eine echte Speakeasy-Bar, die man nur mit Passwort betritt. Das Twilight Zone by Monster Mini Golf bietet Minigolf im Schwarzlicht, Mini-Bowling und Arcade-Spiele, ideal für einen Abend abseits des Casinos, auch mit Kindern. Gegenüber dem Food Court gibt es zudem eine große Spielhalle. Und dann ist da noch Real Bodies, eine Ausstellung mit echten menschlichen Körpern und Präparaten, ähnlich dem Bodies-Exhibit das viele noch vom Hotel Luxor kennen.

Das Unterhaltungsprogramm im Horseshoe wechselt, aber regelmäßig sind Shows wie X Rocks (Burlesque), Paranormal Mind Reading Magic, Sin City Stones (Rolling-Stones-Tribute) und Potted Potter (Harry-Potter-Parodie mit nur zwei Schauspielern) zu sehen. Battlebots, echte kämpfende Roboter wie aus der TV-Show, ist ebenfalls Teil des Programms. Die legendäre Revue Jubilee, die von 1981 bis 2016 hier lief, gibt es dagegen nicht mehr.

Check-in und Parken: hier braucht man Geduld

Der Check-in im Horseshoe ist leider ein Thema, das immer wieder für Frust sorgt. Check-in ist erst ab 16 Uhr möglich. Wer früher kommt, zahlt eine zusätzliche Gebühr. Die Warteschlangen können besonders an Wochenenden und Feiertagen lang werden, 30 bis 40 Minuten sind keine Ausnahme, und auch spät in der Nacht muss man mit Wartezeit rechnen. Die Self-Check-in-Kioske sind ausschließlich auf Englisch und funktionieren laut Gästen nicht immer zuverlässig, wer sprachlich unsicher ist, geht am besten direkt zur Rezeption. Wer Probleme hat, muss sich in eine zweite Schlange für persönliche Beratung einreihen.

Das Parken teilt das Horseshoe mit dem Hotel Paris, die gemeinsame Parkgarage liegt zwischen beiden Hotels, was einen etwas längeren Fußweg zur Rezeption bedeutet. Parken ist kostenpflichtig, es sei denn, man hat den Diamond-Status oder höher bei Caesars Rewards. Wichtig: Beim Herausfahren muss die Zimmerkarte an den Scanner gehalten werden. Wer das vergisst und sich ein neues Ticket zieht, kann doppelt abgerechnet werden, ein Fehler, der schnell passiert und teuer werden kann. Am besten beim Check-in kurz nachfragen wie das Parksystem genau funktioniert.

Resort Fee: was man wissen sollte

Wie fast alle Hotels in Las Vegas erhebt auch das Horseshoe eine sogenannte Resort Fee, eine tägliche Pflichtgebühr, die zum Zimmerpreis hinzukommt und unabhängig davon fällig wird, ob man die enthaltenen Leistungen nutzt oder nicht. Enthalten sind unter anderem WLAN für zwei Geräte und der Zugang zum Fitnesscenter. Das Parken ist nicht in der Resort Fee inbegriffen und wird separat berechnet. Ab dem Caesars-Rewards-Level Diamond entfällt die Resort Fee, und das Parken ist kostenlos.

Bei den Zimmerpreisen lohnt sich Flexibilität: An Wochenenden und Feiertagen ist das Horseshoe gut ausgebucht und entsprechend teurer, unter der Woche, besonders im Spätherbst und Winter, sind die Zimmer oft erstaunlich günstig.

Mein Fazit

Das Horseshoe Las Vegas ist kein Luxushotel, und es gibt auch nicht vor, eines zu sein. Was es ist: ein geräumiges Hotel in einer der besten Lagen am gesamten Strip, mit einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis für alle, die wissen was sie wollen. Die Zimmer sind aus der Bally’s-Zeit, groß und funktional, aber sichtbar in die Jahre gekommen. Der Check-in erfordert Geduld, das Casino ist verraucht, und das Parken braucht etwas Eingewöhnung. Aber die Lage, die Verbindung zu Paris, die Grand Bazaar Shops direkt vor der Tür, der tiefste Pool am Strip und der Status als Austragungsort der World Series of Poker machen vieles wett.

Wer Center Strip ohne Aufpreis sucht, wer das Caesars-Rewards-Programm nutzt oder nutzen möchte, und wer mit etwas Geduld beim Check-in umgehen kann, der ist im Horseshoe genau richtig. Für alle anderen gibt es direkt nebenan und gegenüber deutlich teurere Alternativen.

MEINE TIPPS FÜR DEINEN BESUCH
→ Caesars Rewards: Das Horseshoe ist Teil des Caesars-Rewards-Programms, wer sich kostenlos anmeldet, profitiert von Vergünstigungen und kann Punkte sammeln. Ab Diamond-Status entfällt sogar die Resort Fee und das Parken ist kostenlos.
→ Check-in clever planen: Check-in ist erst ab 16 Uhr möglich. Früheres Einchecken kostet extra. Wer online vorab eincheckt und pünktlich um 16 Uhr erscheint, umgeht lange Warteschlangen. Die Self-Check-in-Kioske sind leider nur auf Englisch und nicht immer zuverlässig, wer sprachlich unsicher ist, geht am besten direkt zur Rezeption.
→ Rauch: Das Casino gilt als eines der verrauchtesten am Strip. Wer empfindlich auf Zigarettenrauch reagiert, sollte das bei der Hotelwahl bedenken.
→ Wasser vom Automaten: Auf den Hotelfluren stehen Getränkeautomaten bei den Aufzügen, eine Flasche Wasser kostet dort nur rund 3 Dollar, deutlich günstiger als im Shop oder an der Bar.
→ Parken: Das Parkhaus wird mit dem Hotel Paris geteilt und liegt zwischen beiden Hotels, der Weg zur Rezeption ist ein gutes Stück. Beim Herausfahren unbedingt die Zimmerkarte an den Scanner halten, sonst wird ein neues Ticket gezogen und doppelt abgerechnet.
→ Kein Spa im Hotel: Das Horseshoe hat keinen eigenen Spa. Wer eine Massage oder Wellness-Behandlung möchte, kann den Voie Spa & Salon im direkt verbundenen Hotel Paris nebenan nutzen, über den Innenweg nur wenige Minuten entfernt.
→ Pool: Der Blu Pool ist mit bis zu 3,6 Metern (12 Fuß) der tiefste Pool am gesamten Las Vegas Strip, der Tiefbereich ist laut Gästen aber oft gesperrt. Horseshoe-Gäste dürfen auch den Pool des Hotel Paris nutzen, und umgekehrt. Die Öffnungszeiten vor der Reise prüfen, der Pool ist meist vom Frühjahr bis in den Herbst geöffnet.
→ Grand Bazaar Shops: Direkt vor dem Hotel liegt dieser lebhafte Outdoor-Marktplatz mit Dutzenden Restaurants, Bars und Geschäften. Istanbul Mediterranean, Chilangos Tacos und Ole Red sind absolute Empfehlungen, und ein echter Mehrwert gegenüber vielen anderen Strip-Hotels.

Eindrücke aus dem Horseshoe

Fotos mit freundlicher Genehmigung von Caesars Entertainment

Stand: Oktober 2026. Angaben zu Preisen, Öffnungszeiten und Angeboten können sich jederzeit ändern.
Am besten vor der Reise auf der offiziellen Horseshoe-Website gegenchecken.

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